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Projektberichte | 02.12.2009 | Düsseldorf

Projekt_18 Entwicklung/Konstruktion: Balance von Form und Funktion

 

Sie sind die Königsklasse im Interieur-Bereich: Driver’s-Desks werden nach exakter Bedarfsanalyse und unter Berücksichtigung aller Schnittstellen passgenau auf die jeweiligen Kundenanforderungen ausgerichtet, wobei dem Faktor Wirtschaftlichkeit große Bedeutung zukommt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Auslegung der Hardware, die u. a. zu den Aufgaben von onmotive-Mitarbeiter Uwe Bongartz zählt: „Im aktuellen Projekt bin ich für die komplette Desk-Mechanik zuständig, insbesondere die Modellierung der Blech- und der Kunststoff-Komponenten. Gerade hier gilt es, den Spagat zwischen anspruchsvollem Design und der gewünschten Kosteneffizienz erfolgreich zu bewältigen.“ Grundlage für die Arbeit des Maschinenbauingenieurs ist ein Driver’s-Desk-Basismodell, das den Führerstand in mehrere Segmente unterteilt. Darin enthalten sind die vernetzten Funktionselemente. „Meine Aufgabe ist es, die komplexen und hochwertigen Hardware- Komponenten je nach Kundenanforderung in Pro/ENGINEER zu modifizieren bzw. weiterzuentwickeln. Das schließt die Berücksichtung von Schnittstellen sowie die Verlegung der Druckluftleitungen und die Festlegung der Befestigungstechnik ein.“ Nach erfolgreicher Vorentwicklung sind später u. a. noch die Vorgaben für die Verkabelung hinsichtlich der Displays konstruktiv umzusetzen: „Da müssen die Stecker mit der richtigen Kabellänge am richtigen Platz sein.“

Kompletter 3D-Transfer

 Eine besondere Herausforderung bei seiner Arbeit stellt für Uwe Bongartz die geforderte Balance von Form und Funktion dar. So müssen z. B. die Kunststoffelemente ihre spezifische Abdeckfunktion erfüllen und gleichzeitig hohen designerischen Ansprüchen gerecht werden. Eine Anforderung, die zugleich den besonderen Reiz seiner Tätigkeit ausmacht, denn: „Trotz aller Vorgaben bleibt genügend Raum für kreative Lösungen.“ Umfangreiche Erfahrungen im Interieur-Bereich sammelte der 33-Jährige bereits während früherer Projekteinsätze. So entwickelte er für einen führenden Schienenfahrzeug-Hersteller Schränke und Verkleidungsteile aus Holz und sorgte für eine optimale Kabelverlegung. Schon damals nahm die Konstruktion mit Pro/ENGINEER breiten Raum in seiner Arbeit ein. Uwe Bongartz beherrscht das 3D-System aus dem Effeff. Eine Tatsache, von der auch das Unternehmen, für das er zurzeit tätig ist, profitiert: „Dort hat man vor kurzem die Einführung von Pro/ENGINEER vollzogen, und so bin ich dabei, die komplette Produktpalette in das neue CAD-System zu überführen.“ Zu diesem Zweck setzt er die vorhandenen 2D-Modelle dreidimensional um und leitet daraus die neuen Zeichnungen ab.