
Sicherer, komfortabler, störanfälliger? Da der Anteil der Elektronik in Kraftfahrzeugen stetig wächst, kommt Untersuchungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) besondere Bedeutung zu. Dipl.-Ing. Michael Geyer aus unserer Niederlassung Frankfurt/M. unterstützt einen weltweit tätigen OEM bei EMV-Prüfungen im Bereich des Antriebsstrangs.
Er verfügt über mehrjährige Berufserfahrung im Bereich elektromagnetische Verträglichkeit und hat spezielle Schulungen zur Automotive- EMV absolviert: Dipl.-Ing. Michael Geyer kennt sich bestens aus, wenn es um technische und gesetzliche Fragen zur Störfreiheit elektronischer Bauteile mit ihrer Umgebung geht. Davon profitiert aktuell ein OEM aus der ersten Automobil-Liga. „Ich bin in der Abteilung, die europaweit für EMV-Prüfungen zuständig ist, und widme mich dort den Antriebskomponenten. Mein Aufgabengebiet reicht von der Testplan-Abnahme über die Analyse der Komponenten-Tests bis zur Planung und Auswertung der Fahrzeugtestverfahren. Insofern sind wir die Schnittstelle zwischen Zulieferern und internem Freigabe- Ingenieur.“
Doch der Reihe nach: Alles, was mit Motorsteuerung und Sensorik zu tun hat, muss, bevor es ins Fahrzeug integriert wird, EMV-Tests absolvieren. Die genauen Anforderungen an die Komponenten sind in einem Testkatalog des OEM definiert. „Auf Basis dieses Kataloges“, so Michael Geyer, „gilt es, für den Zulieferer einen Testplan zu erstellen, der von uns geprüft und freigegeben wird. Danach werden die entsprechenden Untersuchungen durchgeführt und deren Ergebnisse an uns übermittelt.“
Wurde der Test bestanden, prüfen Michael Geyer und seine Kollegen, ob alles ordnungsgemäß gelaufen ist und die Angaben ausreichend sind. Ist dies der Fall, werden die Komponenten verbaut und im Rahmen eines Fahrzeugtests nochmals auf ihre elektromagnetische Verträglichkeit überprüft, wofür ein OEM-eigenes Labor zur Verfügung steht. Mit der Auswertung der Untersuchungen ist u. a. Michael Geyer befasst, der auch bei den Tests vor Ort weilt: „Kommt es während der Prüfgänge zu Problemen, machen wir die Analyse in ,Handarbeit’ – Motorhaube auf, nachschauen und im Abgleich mit den Schaltplänen prüfen, woran es liegen könnte.“ Gestaltet sich die Fehlersuche komplizierter, muss eine rückführende Analyse durchgeführt werden. „Das ist ein durchaus aufwendiges Verfahren, bei dem zurückgebaut, gemessen und ausgewertet wird – bis hin zu einzelnen Bauteilen in den Sensoren.“ Eine fast detektivische Kleinarbeit, die gerade deshalb für den 33-Jährigen ihren besonderen Reiz hat. Der bei seiner Tätigkeit zwangsläufige Kontakt zu Systemlieferanten stellt für Michael Geyer ein weiteres Highlight im Job dar: „Die richtigen Leute zusammenzubringen und gemeinsam herauszufinden, warum etwas nicht optimal läuft, ist eine spannende Herausforderung, zumal wir mit Zulieferern aus der ganzen Welt arbeiten.“
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